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Wurfmesser

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Beschreibung

Ein Wurfmesser ist eine Wurfwaffe, die durch eine spezielle Formgebung und eine genaue Gewichtsverteilung dazu konstruiert ist, gezielt geworfen zu werden. Meist ist es beidseitig scharf.

Wurfmesser sind für die speziellen Anforderungen angepasst: Sie sind aus einem Material, das ausreichend flexibel ist, um auch beim ungünstigen Auftreffen auf harte Ziele nicht zu brechen. Gut geeignet sind Federstahlsorten.

Je nach Nutzung werden stumpfe (Sport) oder scharfe (Jagd) Klingen verwendet. Der Schwerpunkt ist etwa in der Mitte des Wurfmessers, um gleichmäßige Flugeigenschaften zu erzielen. Nicht ausbalancierte Messer fasst man grundsätzlich am leichteren Ende an. Wurfmesser unter 200 g Gewicht werden von professionellen Sportlern nicht verwendet, da ihr Flug schwer zu kontrollieren ist. In den USA werden schwere Wurfmesser bevorzugt, die oft vorderlastig und scharf sind.

In Filmen sieht es häufig so aus, als flöge das Wurfmesser geradeaus. Da Messer aber nicht geschossen, sondern mit einer bogenförmigen Armbewegung geworfen werden, ist dies nicht der Fall: Das Messer dreht sich. Die Schwierigkeit besteht also darin, das Messer so zu werfen, dass es mit der Klinge voraus im Ziel ankommt. Um das zu erreichen, wirft man immer auf die gleiche Weise, und sucht sich die Entfernung zum Ziel, bei der das Messer steckt. Es gibt allerdings auch Wurftechniken, bei denen das Messer sich nicht dreht.

Das Wurfmesser wird entweder an der Klingenspitze oder am Griff gefasst, etwa so, wie man einen Hammer halten würde. Ist die Klinge scharf, wird sie zwischen Daumen und den restlichen vier Fingern gehalten. Wird statt des Messers ein Shuriken (Wurfstern) benutzt, bleibt das Wurfgerät leichter im Ziel stecken, da es mehrere Spitzen besitzt, allerdings sind beispielsweise in Deutschland Wurfsterne im Gegensatz zu Wurfmessern verboten.

Geworfen wird auf ein Ziel aus Holz, am besten auf Hirnholz (aufeinandergestapelte Baumscheiben) oder mindestens fünf Zentimeter dicke Bretter mit vertikal verlaufender Maserung, nicht aber auf lebende Bäume. Es ist darauf zu achten, dass niemand das Gelände unbemerkt betreten kann, und Zuschauer müssen sich einige Meter hinter dem Werfer aufhalten, damit zurückprallende Messer keine Gefahr für sie darstellen. Vorteilhaft ist es außerdem, wenn sich unter dem Ziel kein harter Untergrund befindet, um die Messer bei Fehlwürfen zu schonen.

Für das Üben fängt man in einer Entfernung von etwa drei Meter zum Ziel an. Es ist wichtig, auf eine gleich bleibende Wurfbewegung hinzuarbeiten und mit dem Handgelenk keine zusätzliche Rotation zu geben. Stecken die ersten Messer, gilt die Regel: Zeigt der Griff nach oben, hat sich das Messer zu weit gedreht, zur Korrektur geht man einen Fußbreit näher zum Ziel. Zeigt der Griff nach unten, weicht man entsprechend zurück. 

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